Erzieher:in werden ohne Ausbildung – Der Quereinstieg Erzieher:in

Über den Quereinstieg Erzieher:in werden – Infos zu jedem Bundesland

Was heißt hier Erzieher:in werden ohne Ausbildung? Gemeint ist, dass Du ohne die Erzieherausbildung an einer Fachakademie oder einer Fachschule in den Erzieherberuf einsteigen kannst. Es gibt vielfältige Möglichkeiten für den Quereinstiegt, auch, wenn Du selbst über keine andere Ausbildung verfügst. Erfahre hier mehr…

Der Quereinstieg zum / zur Erzieher:in ist auf unterschiedlichen Wegen möglich. Jedes Bundesland entscheidet dabei selbst, wie ein Berufsabschlusses erreicht werden kann. Da der Bedarf an Erzieher:innnen sehr hoch ist und weiter steigt, soll der Zugang zum Beruf möglichst vielen Menschen ermöglicht werden. Hierdurch sind unterschiedliche Formate des Quereinstiegs entstanden. 

Je höher Deine schulische und berufliche Vorbildung ist, desto leichter und schneller gelingt der Quereinstieg. Du ahnst es vielleicht mittlerweile, das Thema Quereinstieg ist von verschiedenen Faktoren abhängig und damit sehr vielfältig. Wir informieren Dich hier über die gängigsten Möglichkeiten, häufigsten Fragen sowie die Bestimmungen der jeweiligen Bundesländer.

1. Quereinstieg Erzieher:in – die gängigsten Möglichkeiten:


1.1 Verkürzte Ausbildung
1.2 Anerkennung der bisherigen Abschlüsse mit Nachqualifizierung (z.B Positivliste Hamburg)
1.3 Berufsbegleitende vollwertige Ausbildung
1.4 Direkte Anmeldung zur Schulfremdenprüfung / Nichtschülerprüfung / Externenprüfung zur / zum Erzieher:in (mit freiwilligem Vorbereitungskurs)

Die Schulfremdenprüfung für Erzieher:innen ist sicher die direkteste Methode den Abschluss stattlich anerkannte:r Erzieher:in zu erhalten. LEIKO-Seminare bietet einen Vorbereitungskurs an, der 100% online und berufsbegleitend stattfindet. Hier findest Du mehr Informationen, wie Du in 12 Monaten Erzieher:in werden kannst und ob dieser Weg für Dich geeignet ist.

1.1 Verkürzte Ausbildung

Voraussetzung für die Erzieher:innen Ausbildung an einer Fachschule bzw. Fachakademie für Sozialpädagogik ist der Mittlere Schulabschluss (MSA) bzw. Mittlere Bildungsweg, früher auch als Realschulabschluss bekannt.
In den meisten Bundesländern dauert die Ausbildung 5 Jahre und beginnt mit einer sozialpädagogischen Vorausbildung. Je nach Bundesland wird diese Ausbildung unterschiedlich bezeichnet z.B. Sozialpädagogische Assistenten, Sozialassistenz oder Besuch des sozialpädagogischen Seminars.
Mit dieser Ausbildung kannst Du meist schon in Kitas oder anderen Arbeitsfeldern als Assistenzkraft arbeiten und verfügst über einen abgeschlossenen Berufsabschluss.
Unter bestimmten Bedingungen kannst Du auch direkt zur Erzieher Ausbildung zugelassen werden. Das kann sein, wenn Du einen höheren Abschluss als den MSA besitzt, über andere pädagogische oder therapeutische Berufsqualifizierungen vorweisen kannst oder mehrere Jahre einschlägige Berufserfahrung hast – einschlägige Berufserfahrung heißt hier: für Erzieher:innen typische Jobs. In einigen Bundesländern wie Bayern oder Baden-Württemberg erleichtert auch das Führen eines Familienhaushaltes den Zugang zur Ausbildung.

1.2 Anerkennung der bisherigen Abschlüsse mit Nachqualifizierung

In einigen Bundesländer wie z.B. Hamburg, Berlin oder Meckleburg-Vorpommern gibt es einen weiteren Weg, um in Kita´s arbeiten zu dürfen. Diese Regelungen basieren auf dem hohen Fachkräftemangel und sind manchmal auch zeitlich befristet. Wenn Du zu einer bestimmten Berufsgruppe gehörst und reicht Dir eine Nachqualifizierung im Bereich der Kindheitspädagogik um als Erzieher:in oder Assistenzkraft in Kita oder Ganztagsschulen arbeiten zu dürfen. Die Zulassung zur Nachqualifizierung bzw. ihr Umfang sind teilweise davon abhängig, ob Du eine einschlägige Berufpraxis oder Praktika vorweisen kannst.
Nachteil: Du verfügst über keine staatliche Anerkennung und die Zulassung ist nur auf Bundesländer begrenzt. Die Möglichkeit ist nur auf einen bestimmten Personenkreis beschränkt.
Vorteil: Die Nachqualifizierung sind deutlich kürzer als eine Ausbildung. Da sie berufsbegleitend stattfinden sind sie unterm Strich deutlich günstiger als eine schulische Ausbildung. Nach der Qualifizierung erhälst Du das gleiche Gehalt wie voll ausgebildetet Erzieher:innen.

Sonderfall Quereinstieg Erzieher:in Hamburg !!! Hamburg hat mit der „Positivliste Hamburg“ den Quereinstieg in den Erzieher:innen Beruf stark vereinfacht

In Hamburg reicht ein anerkannter Studienabschluss, um unter die sogenannte Hamburger Positivliste zu fallen. Nach einer Nachqualifikation von 80 Stunden, darfst Du als Erstkraft eingesetzt werden. Mehr Infos dazu:

In Mecklenburg-Vorpommern steht Dir eine ähnliche Option zur Verfügung, wenn Du einen der folgende Berufe erlernt hast:

  • Tanzpädagoginnen und Tanzpädagogen
  • Musikpädagoginnen und Musikpädagogen
  • Sportpädagoginnen und Sportpädagogen
  • Theaterpädagoginnen und Theaterpädagogen
  • Logopädinnen und Logopäden
  • Familienpflegerinnen und Familienpfleger
  • Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und Gesundheits- und
  • Kinderkrankenpfleger
  • Hebammen und Entbindungspfleger
  • Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten
  • Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten

1.3 Berufsbegleitende vollwertige Ausbildung

Die berufsbegleitende Ausbildung zum Erzieher / zur Erzieher:in wird zum Teil auch praxisintegrierte Ausbildung, kurz PIA genannt. Für gewöhnlich ist eine Anstellung in einer Kita oder einer anderen für Erzieher:innen typischen Einrichtung Voraussetzung.
Auch die berufsbegleitende Ausbildung wird in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich gehandhabt und organisiert.
Die Anzahl der wöchentlichen Unterrichtsstunden unterscheidet sich und liegt im Schnitt bei etwa 15 Stunden pro Woche. Der Unterricht wird je nach Schule am Nachmittag, in den Abendstunden oder am Wochenende angeboten. Entsprechend variiert auch die Dauer der berufsbegleitenden Ausbildung und liegt bei drei bis vier Jahren.
In einigen Bundesländern steht diese Möglichkeit nur Personen mit einer „erzieherverwandten“ Ausbildung offen, wie z.B, Kranken- oder Kinderpflegerin. In anderen Bundesländern muss vorher sogar eine sozialpädagogische Ausbildung wie z.B. zur Sozialpädagogischen Assistenz absolviert werden. Die Nachteile der berufsbegleitenden Ausbildung: Doppelbelastung durch Berufstätigkeit und Schulunterricht in Präsenz, längere Dauer der Ausbildung. Vorteile: Lohn während der Ausbildung, Abwechslung und ggf. bessere Verständnis des Unterrichtstoffes durch den stetigen Wechsel von Theorie und Praxis. Auch die Chancen übernommen zu werden steigen, wenn Du Dich während der Ausbildung bewährt hast. Andererseits musst Du Dir bezüglich Berufschancen als Erzieher:in keine Sorgen machen.
Genauere Informationen zu den Bestimmungen Deines Bundeslandes findest Du unten in der Übersicht.

1.4. Direkte Anmeldung zur Schulfremdenprüfung / Externenprüfung / Nichtschülerprüfung

Ausführliche Informationen über diesen Weg findest Du auf unserer Startseite – Erzieher:in werden ohne Ausbildung.

2. Quereinstieg und andere Wege in den Beruf „Erzieher:in“ – Informationen zu jedem Bundesland:

Offizielle Informationen über Ausbildungsformen, Quereinstiege, Förderungen und vieles mehr zum Downloaden

  1. Bayern
  2. Baden-Württemberg
  3. Berlin
  4. Brandenburg
  5. Bremen
  6. Hamburg
  7. Hessen
  8. Mecklenburg-Vorpommern
  9. Niedersachsen
  10. Nordrhein-Westfalen
  11. Rheinland-Pfalz
  12. Saarland
  13. Sachsen
  14. Sachsen-Anhalt
  15. Schleswig-Holstein
  16. Thüringen

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